| Consécration de la Frauenkirche de Dresde |
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| Brücken bauen Versöhnung leben |
Ansprache von Bundespräsident
Horst Köhler
zur Eröffnung der Dresdner
Frauenkirche
30.10.2005 Dresden
I.
"Suchet der Stadt
Bestes."
Diese Aufforderung des Propheten Jeremia steht auf einer der Glocken der
Frauenkirche.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, der Kirchbau, dessen Einweihung wir
heute feiern, zählt zu dem Besten, was freie Bürger leisten können. Dieser
wunderbare Bau ist mehr als ein Gebäude. Er steht für das Gute, das uns eint.
Die Dresdner Frauenkirche, die schon kurz nach ihrer Fertigstellung 1743
als der schönste Kirchbau des Protestantismus beschrieben wurde, war nach dem
Zweiten Weltkrieg vor allem eine schmerzliche Erinnerung und eine Wunde, ihre
Ruine ein Mahnmal gegen Zerstörung und blinde Gewalt. Doch mit dem Herbst 1989
wurde die Vision, die sich mancher Dresdner durch die Zeit der DDR hindurch
bewahrt hatte, dann zum konkreten Projekt. Dazu brauchte es mehr als die
tausende Kubikmeter Sandstein, die in über einem Jahrzehnt zusammengefügt
wurden. Es brauchte mehr als die weit über 100 Millionen Euro, die der Bau
gekostet hat. Nötig waren vor allem die Tatkraft, die Zuversicht und der
unermüdliche Einsatz von Menschen in Dresden und weit darüber hinaus.
II.
In diesem Monat haben wir den 15. Jahrestag der Deutschen Einheit gefeiert.
Versetzen wir uns einmal zurück ins Jahr 1990: Schien damals ein Projekt wie
der Wiederaufbau der Frauenkirche nicht weltfremd? Hatte nicht Ostdeutschland
Straßen, Dächer und Fabriken nötiger als einen teuren Kirchbau? Aber eine
Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern sagte: Dresden braucht mehr! Und spätestens
heute erkennen wir: Diese Bürger hatten Recht! Menschen leben vom Brot, aber
eben nicht vom Brot allein. Das Jahr 1989 hat gerade uns Deutschen gezeigt:
Freiheit braucht man wie die Luft zum Atmen. Gleichzeitig will Freiheit immer
auch gestaltet werden, nicht egoistisch und selbstherrlich, sondern in der
Gemeinschaft mit anderen. Dieses verantwortliche Miteinander in Freiheit, das
ist es, was Zusammenhalt, was Einheit stiftet. Das ist es, was Menschen dazu
befähigt, sich große Ziele zu setzen und die Welt um sich herum zum Guten zu
verändern.
Das haben schon vor fast 25 Jahren auch jene Dresdner versucht, die zu
Hunderten am Abend des 13. Februar 1982, dem Jahrestag des Bombenangriffs, an
der Ruine der Frauenkirche zusammengekommen waren. An dem Ort der Zerstörung
wollten sie gegen Krieg und für den Frieden demonstrieren. Mit ihrer
Versammlung, mit ihren Kerzen und ihren Flugblättern gaben sie der
Friedensbewegung mutig ein Gesicht. Doch schon die Tatsache, dass Menschen
ihrem Wunsch nach Frieden ungefragt und ungelenkt Ausdruck verliehen, war für
den SED-Staat Grund genug, weitere spontane Kundgebungen an der Frauenkirche zu
verhindern. Danach wurde hier einmal jährlich demonstriert - und zwar staatlich
organisiert.
Aber der Drang nach Freiheit, nach Meinungsfreiheit, nach Demokratie lässt
sich nicht dauerhaft unterdrücken und wegschließen. Es kam der Herbst 1989, es
kam die Wiedervereinigung und mit ihr auch die Vision vom Wiedererstehen der
Frauenkirche.
Damals haben 14 Dresdner den entscheidenden Anfang gemacht. Sie schlossen
sich bereits Ende November 1989 in einer Bürgerinitiative für den Wiederaufbau
der Frauenkirche zusammen. Sie haben an ein Ziel geglaubt und aus eigenem
Antrieb die Initiative ergriffen zu einem Zeitpunkt, an dem kaum jemand von dem
heutigen Tag auch nur zu träumen wagte. Für sie war klar: Eine Stadt ist mehr
als eine Ansammlung von Gebäuden. Eine Stadt lebt von der Tatkraft und der
Haltung ihrer Bürger - Menschen, die der Stadt Bestes suchen.
III.
Gerhart Hauptmann hat 1945 gesagt: "Wer das Weinen verlernt hat, der
lernt es wieder beim Untergang Dresdens." Dem ist 60 Jahre später
hinzuzufügen: Wer die Zuversicht verloren hat, der gewinnt sie wieder beim
Anblick der wiedererstandenen Frauenkirche! Das kann uns besonders viel sagen
in einer Zeit, in der viele Menschen Sorgen haben, auch Angst vor der Zukunft.
Der Wiederaufbau hat Dresden, hat Sachsen, hat Deutschland verändert und
uns gezeigt: Unser Land braucht mehr als nur Gewerbegebiete, Straßen und
Forschungsinstitute, so dringend natürlich auch die gebraucht werden. Wir
feiern heute, dass das Schicksal dieser Kirche Menschen im ganzen Land in
Bewegung gesetzt, uns begeistert und miteinander verbunden hat. Der
Wiederaufbau der Frauenkirche ist in einzigartiger Weise Ausdruck des Guten,
das in einer Bürgergesellschaft und ihren Bürgern steckt und das darauf wartet,
geweckt zu werden.
Und die Frauenkirche hat diese Kräfte nicht zum ersten Mal geweckt. Schon
ihr Bau im Jahre 1726 wurde nicht von oben verordnet, sondern von den Dresdnern
selber beschlossen: So war es nicht der sächsische Kurfürst, sondern der Rat
der Stadt Dresden, der die Errichtung der Kirche durchsetzte. Und an
Kreativität, die dafür nötigen Gelder zusammenzubekommen, hat es den Visionären
auch im 18. Jahrhundert nicht gefehlt: So wurde eine Baulotterie ins Leben
gerufen, und die wohlhabenden Dresdner liehen ihre Pferdegespanne für den
Transport der Steine. Sogar die Einführung einer zusätzlichen Biersteuer wurde
erwogen, um den Bau voranzubringen - der Plan zerschlug sich aber,
verständlicherweise, denn beim Bier hört bekanntlich nicht nur in Sachsen der
Spaß auf.
IV.
Die Initiatoren des Wiederaufbaus waren beim Spendensammeln nicht weniger
kreativ: Stifterbriefe, Patenschaften für Steine der Frauenkirche, Uhren mit
Splittern des alten Mauerwerks, Benefizkonzerte und ungezählte Gespräche mit
Spendern brachten Millionen Euro zusammen. Ich danke allen, die sich für die
Frauenkirche eingesetzt haben. Stellvertretend für sie alle möchte ich nur
einige nennen:
Die Dresdner Taxigenossenschaft erklärte sich über mehrere Jahre bereit,
für jede über die Funkzentrale vermittelte Fahrt einen Pfennig für den
Wiederaufbau zur Verfügung zu stellen.
Landtechnik-Studenten aus Dresden-Pillnitz gelang es auf einem
Versuchsfeld, Landmaschinen per Satelliten-Navigation bei der Aussaat so genau
zu steuern, dass ein 150x150 Meter großes Abbild des Frauenkirchen-Logos aus
Winterroggen und Ackersenf entstand.
Britische Handwerker haben ihr Können in die Anfertigung des goldenen
Turmkreuzes eingebracht.
Werner Jahn, der als politischer Häftling über vier Jahre in der
berüchtigten DDR-Haftanstalt Waldheim einsaß, hat seine Haftentschädigung für
den Wiederaufbau gespendet.
Und was kann uns mehr Hoffnung machen als die Anwesenheit einer Abordnung
der polnischen Stadt Gostyn bei diesem Festakt? Zwölf ihrer Söhne wurden als
Widerstandskämpfer 1942 nicht weit von hier, im ehemaligen Gebäude des
Landgerichtshofs am Münchner Platz, von den Nazis hingerichtet. Und
ausgerechnet in dieser Stadt sammelte Marian Sobkowiak, ein überlebendes
Mitglied der Widerstandsgruppe, mit anderen Bürgern für die Frauenkirche und
ließ eine der Flammenvasen auf dem Turm dieser Kirche von einem polnischen
Steinmetz anfertigen. Was kann uns mehr Hoffnung machen?
All diese Beispiele sind Zeichen für das Ungewöhnliche, das Kreative, das
Gute, das in dieser Stadt und durch diesen Kirchbau bewirkt wurde. Und die
wiederaufgebaute Frauenkirche verbindet Menschen - weltweit. Menschen, die die
Völkerverständigung Wirklichkeit werden ließen und wollen, dass es nie wieder
Krieg gibt - nicht in Europa und nicht anderswo auf der Welt.
Wer Schülern heute erklären will, was der Ausdruck "Europa als
Friedenswerk" bedeutet, dem empfehle ich eine Klassenfahrt nach Dresden
und Coventry. Den Partnerstädten ist es über Jahrzehnte gelungen, Deutsche und
Engländer aus zwei Orten zusammenzubringen, die durch ihre Geschichte immer
miteinander verbunden sein werden. Und der Dresden Trust hat diese Stadt und
den Wiederaufbau der Frauenkirche vielen Menschen in Großbritannien nahe
gebracht. Wer konnte sich dies nach den verheerenden Bombardements damals
vorstellen?
Frieden ist ein Geschenk, für das man aber immer wieder arbeiten muss, und
manchmal grenzt das, was Versöhnung bewirken kann, an ein Wunder. Die Dresdner
Frauenkirche kann uns Kraft geben, uns gemeinsam und grenzenlos noch stärker
für Frieden und Versöhnung einzusetzen.
V.
Was hier in Dresden erreicht wurde, sollte Deutschland insgesamt Mut
machen. Der Wiederaufbau der Frauenkirche ist eine gesamtdeutsche Leistung. Wir
bewundern die Handwerker und Planer aus Dresden und Sachsen. Die Glocken wurden
in Bad Friedrichshall in Baden-Württemberg gegossen, das Holz für die Emporen
im Chor ist im Schwarzwald geschlagen und in Chemnitz gebogen. So zeigt die
Frauenkirche ganz praktisch, was uns als Deutsche eint und was wir zustande
bringen können, wenn wir gut zusammenarbeiten.
Hier ist eine Kirche wiedererstanden, in der sich Menschen mit all ihrer
Freude und mit ihren Fragen, mit ihren Hoffnungen und Ängsten versammeln
können, ein Ort, der Menschen zusammenbringt und eint: Zur ersten Christvesper
nach dem Krieg strömten 1993 über 50 000 Menschen zur Ruine der Frauenkirche,
und Landesbischof Hempel las vor dem freigelegten Altar die
Weihnachtsgeschichte nach Lukas.
Ich wünsche jedem von uns ein Stück von dem Mut, von der Begeisterung und
von der Zuversicht, die die Einweihung dieser Kirche möglich gemacht haben.
Ich wünsche der Stadt Dresden und all ihren Bewohnern und Freunden, dass
sie beim Blick auf die Frauenkirche an das denken mögen, was uns eint: Als
freie Bürger der Stadt Bestes zu erstreben.
Und ich wünsche unserem Land, dass die Dresdner Frauenkirche uns stets
daran erinnern möge, was wir an Gutem zustande bringen können, wenn wir einig
sind.
Wir Deutsche schreiben gemeinsam mit unseren Freunden und Partnern in aller
Welt an einem neuen Kapitel unserer Geschichte.
Königin Elisabeth II. hat mir einen Brief geschrieben. Sie freut sich mit
uns über die Rückkunft der Frauenkirche. Und sie bittet mich, allen Menschen in
Deutschland und besonders den Bürgern Dresdens ihre allerbesten Wünsche zu
übermitteln. Ich tue das wirklich gern.
Das alles zeigt, wofür die Frauenkirche steht - für die Kraft der
Versöhnung und für das, was uns eint. Wenn wir diese Erkenntnis dauerhaft
beherzigen, dann können wir gewiss sein: Dieses Kapitel, das wir gemeinsam
jetzt schreiben, es wird ein gutes Kapitel.
Quelques informations sur
le déroulement des travaux. Cliquez sur le lien ci-dessous
http://www.dresdnerfrauenkirchemuenchen.de/aufbau.htm
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Wiederaufbau Vorgesehener
Zeitplan für den Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche |
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Nach
der archäologischen Enttrümmerung und der Erneuerung der Kellergewölbe konnte
im Sommer 1996 die "Unterkirche" geweiht werden. Seitdem finden
dort täglich Führungen und an den Wochenenden Gottesdienste und Konzerte
statt. Mehrere Vortragsreihen, insbesondere zu Friedensthemen, werden in der
Unterkirche angeboten. Oberirdisch
ist das Bauwerk schon weit über die Dächer von Dresdens Innenstadt hinaus
gewachsen. Seit Pfingsten 2003 läuten die neuen Glocken der Frauenkirche. Das
von den britischen Freunden gestiftete und in England hergestellte Turmkreuz
wird im Juni 2004 in die Laterne eingesetzt. Wenn auch der Innenausbau
beendet ist, soll die Kirche Ende Oktober 2005 geweiht werden. Im Jahre 2006,
zu Dresdens 800-Jahrfeier, wird die Frauenkirche wieder das neu erstehende,
bürgerliche Stadtzentrum prägen. Bauherr:
Stiftung Frauenkirche Dresden Gesamtplaner: IPRO
Dresden |
Köhler würdigt den Wiederaufbau der Frauenkirche als gesamtdeutsche
Leistung
Bundespräsident Horst Köhler hat den Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche als gesamtdeutsche Leistung gewürdigt. „Was hier in Dresden erreicht wurde, sollte Deutschland insgesamt Mut machen“, sagte Köhler in seiner Ansprache nach der Weihe des Gotteshauses am Sonntag. Er erinnerte an einen Ausspruch des Dichters Gerhart Hauptmann, der 1945 gesagt hatte: „Wer das Weinen verlernt hat, der lernt es wieder beim Untergang Dresdens.“ Dem sei 60 Jahre später hinzuzufügen: „Wer die Zuversicht verloren hat, der gewinnt sie wieder beim Anblick der wiedererstandenen Frauenkirche.“ Dies könne „viel sagen in einer Zeit, in der viele Menschen Sorgen, auch Angst vor der Zukunft haben“, betonte Köhler. Nach Ansicht des Bundespräsidenten steht die Frauenkirche für die Kraft der Versöhnung.
Anläßlich der
Weihe der Frauenkirche und den noch bis Dienstag andauernden Feierlichkeiten
wurden insgesamt weit über 100.000 Besucher in der Stadt erwartet. Mit einem
„Fest der Freude“ unter freiem Himmel und einem Ökumenischen Festgottesdienst
unter Leitung des Bischofs von Coventry sollte an die Geschichte des
Wiederaufbaus, aber auch an die Bedeutung der Kirche als Ort des Friedens und
der Versöhnung erinnert werden.
Die Frauenkirche
wurde nach den Plänen des Baumeisters George Bähr im Jahre 1743 vollendet und
prägte mit ihrer imposanten Steinkuppel rund 200 Jahre die Silhouette Dresdens.
Nach den alliierten Luftangriffen auf die Stadt im Februar 1945 sank die Kirche
ausgebrannt in sich zusammen. Fast 48 Jahre lang mahnte ihre Ruine am Dresdner
Neumarkt an die Schrecken des Krieges. Nach der Wende machte sich eine
Bürgerinitiative mit Unterstützung zahlreicher prominenter Dresdner für den
Wiederaufbau stark. Im Mai 1994 begann der spektakuläre Aufbau unter teilweiser
Verwendung von Originalsteinen. Die reinen Baukosten liegen bei 131 Millionen
Euro. WELT.de
Inauguration de la cathédrale
restaurée de Dresde, détruite par les Alliés en 1945
Le président Horst Kohler, le chancelier sortant Gerhard Schroder et la chancelière entrante Angela Merkel, le Duc de Kent et les ambassadeurs de France et des Etats-Unis participaient à la cérémonie.
De sa chaire, l'évêque luthérien Jochen Bohl a estimé que la restauration de la cathédrale du XVIIIème siècle, qui a duré plus de dix ans, avait été "un grand-oeuvre dans l'esprit de réconciliation".
Pendant 47 ans, les habitants de Dresde n'avaient plus connu de la Frauenkirche qu'une montagne de débris haute de 13 mètres, encadrée par deux pans de mur en ruines. Tout ce qui en restait après le déluge de feu des bombardements alliés qui rasèrent quasi-totalement la ville dans la nuit du 13 au 14 février 1945.
Les autorités est-allemandes avaient laissé la cathédrale en l'état, en guise de souvenir des destructions de la guerre, et tous la chérissaient en tant que telle. Mais la volonté de reconstruction a gagné du terrain après l'unification allemande.
Pour beaucoup, la Frauenkirche était plus qu'une cathédrale, elle était aussi l'endroit où jouèrent et composèrent Bach et Richard Wagner, une structure de conte de fées étonnante, aux lignes graciles et aux spirales s'élançant vers le ciel.
Sur les 179 millions d'euros qu'aura coûté la rénovation, environ 100 millions viennent de dons, dont une bonne part des Etats-Unis et de Grande-Bretagne, dont les avions furent les semeurs de mort et de destruction.
L'originalité du bâtiment réside dans sa structure ronde aux bancs partant de l'autel comme en vagues, surmontée d'un dôme en forme de cloche surmonté d'une croix dorée.
L'intérieur de l'édifice est peint de délicats jaunes, roses et bleus pastel bordés de dorures, les vitraux clairs du dôme baignant de lumière tout l'espace. Mais les souvenirs du passé et de la destruction y sont partout visibles, comme, à la droite de l'autel, la croix d'origine, tordue et brûlée. AP
DRESDE - Quelque 100 000 personnes, dont
les plus hautes autorités politiques du pays, ont assisté à l'inauguration de
la nouvelle église Notre-Dame de Dresde. Ce joyau baroque avait été détruit par
les bombardements alliés en 1945. Il a été reconstruit en 12 ans.
Le chancelier allemand sortant Gerhard
Schröder et son successeur désigné Angela Merkel avaient pu prendre place parmi
1700 privilégiés sous l'impressionnant dôme de pierre de l'église protestante,
qui fut l'emblème des destructions causées par les bombardements de la seconde
guerre mondiale et représente désormais un symbole de réconciliation.
Des dizaines de milliers de spectateurs
s'étaient massés au dehors pour suivre la cérémonie sur des écrans géants.
"Une blessure profonde, qui a saigné si longtemps, peut désormais être
guérie. De la haine et du mal peut naître la réconciliation, qui rend la paix
possible", s'est félicité lors de la célébration oecuménique l'évêque de
Dresde Jochen Bohl.
"La 'Frauenkirche' reconstruite relie
les hommes dans le monde entier. Les hommes qui ont fait en sorte que les
peuples se comprennent, et qui veulent qu'il n'y ait plus jamais de guerre, ni
en Europe ni ailleurs dans le monde", a renchéri le président de la
République, Horst Köhler.
En février 1945, la "Frauenkirche",
un des plus beaux édifices de la "Florence de l'Est", construite au
début du XVIIIe siècle, s'était effondrée sous l'effet d'intenses bombardements
alliés. Ceux-ci avaient aussi fait au moins 35 000 morts parmi la
population locale, voire 100 000 selon des estimations allemandes.
Ce n'est qu'en 1994, cinq ans après la chute
du Mur de Berlin, que le projet de reconstruction de la
"Frauenkirche", à hauteur de 180 millions d'euros, avait débuté.
Le duc de Kent, cousin de la reine Elizabeth
II, a fait part de sa "vive émotion" lorsqu'il a découvert
l'intérieur de l'église reconstruite. La Grande-Bretagne, principal responsable
des bombardements sur Dresde, a offert un million d'euros à la reconstruction
de la Frauenkirche.
Le fils d'un des pilotes britanniques
impliqué dans les bombardements de la ville a même participé, en tant
qu'orfèvre, à la création de la croix qui domine l'église.
Le monument a toutefois gardé ses cicatrices de guerre: 43% des pierres d'origine récupérées dans les amas de gravats ont été réincorporées dans la nouvelle façade et l'autel.
La renaissance de Notre-Dame de Dresde
LE MONDE | 01.11.05 | 13h24 •
Mis à jour le 01.11.05 | 13h24
Vue
aérienne de Notre-Dame de Dresde, surnommée la Frauenkirche, prise samedi 29 octobre,
à la veille de sa nouvelle consécration. Soixante ans durant, ce chef-d'œuvre
baroque était resté fermé au public.
Rarement
édifice religieux aura porté autant de symboles contraires. Fierté, horreur,
ferveur religieuse, certitudes agnostiques, accablement et promesses de
réconciliation. Depuis la cérémonie religieuse de re-consécration de l'édifice,
le dimanche 30 octobre sous un ciel gris, le dôme aérien de Notre-Dame de
Dresde surplombe à nouveau la ville. Mais la Frauenkirche, comme on l'appelle
en Allemagne, suscite toujours un mélange unique de sentiments opposés. Retour
sur l'aventure peu commune de la plus grande église protestante édifiée au XVIIIe
siècle sur ce territoire de l'Est qui allait devenir l'Allemagne.
Soixante ans durant, ce chef-d'œuvre
d'architecture baroque est resté fermé au public. Et pour cause, il gisait à
même le sol, disloqué en dizaines de milliers de fragments, souvenirs épars du
véritable déluge de feu lâché par les bombardiers alliés, les 13 et 14 février
1945. Selon diverses estimations, de 25 000 à 40 000 civils avaient péri sous
les bombardements.
Après 1945, les Dresdois semblaient décidés à
relever au moins cette église dont le clocher culminait avant-guerre à 95
mètres. La Frauenkirche était devenue le symbole d'un passé faste, rappelant
les temps bénis où Dresde était appelée la "Florence de l'Elbe" parce
que son maître, Auguste le Fort, prince-électeur de Saxe et roi de Pologne
(1670-1733), ambitionnait d'en faire une copie de cité italienne. Mais les
plans de reconstruction esquissés au lendemain de la guerre furent sans cesse
contrecarrés : le manque d'argent certes, mais surtout la réticence des
nouveaux dirigeants à rénover un bâtiment véhiculant des valeurs contraires à
celles du socialisme alors "conquérant".
La tentation fut grande, chez certains
édiles, de débarrasser carrément les lieux de cet amas de vieilles pierres pour
y élever des bâtiments administratifs ou autres édifices publics comme le
Palais de la culture, qui se profile de l'autre côté de la place, flanqué d'une
immense fresque en céramique à la gloire des classes laborieuses.
Il aura fallu toute l'obstination d'une
poignée de Dresdois, soutenus par d'importants dons privés provenant
d'Allemagne mais aussi des anciennes nations ennemies comme le Royaume-Uni,
pour remettre l'église debout. S'il choisit ses mots avec précaution, Stefan
Fritz, l'un des deux pasteurs de l'église, n'est pas loin de valider le
"miracle de Dresde" évoqué par Karl Ludwig Hoch, l'une des quatorze
personnalités locales à l'origine du sauvetage.
Quel chemin parcouru depuis cette journée de
ses 15 ans où le jeune Stefan s'était arrêté pour la première fois devant le
gigantesque tas de ruines de la Frauenkirche en compagnie de son père !
"Ce que tu vois là, c'est la guerre", lui avait dit celui-ci. L'image
l'avait frappé pour toujours. Nous étions au milieu des années 1970. Des
buissons entiers de rosiers sauvages rendaient la ruine difficile d'accès –
une feinte trouvée par un fonctionnaire décidé à décourager les pilleurs de
pierres. Les autorités communistes est-allemandes n'avaient-elles pas
elles-mêmes hésité avant de se servir nuitamment, pour renforcer les rives de
l'Elbe qui traverse Dresde ?
Autour du père et de son fils ébahi, d'autres
édifices historiques également détruits par les bombes affichaient leurs
façades fraîchement restaurées à l'identique. Le palais Zwinger par exemple,
une merveille baroque, ou bien l'Opéra Semper. D'autres encore étaient sur le
point d'entamer une nouvelle vie. Mais pas Notre-Dame.
Au début des années 1980, Stefan, notre futur
pasteur, rejoint le mouvement chrétien de contestation du régime communiste.
Entretemps, la pierraille de grès noircie par le temps était devenue le point
de ralliement des deux camps. Tous les 13 février, jour anniversaire des
bombardements, les autorités exhibaient les ruines pour dénoncer "la
cruauté de l'impérialisme occidental" et le stationnement, à quelques
centaines de kilomètres, à l'Ouest, des missiles américains à têtes nucléaires.
Stefan et ses amis, eux, venaient, le soir tombé, déposer des bougies sur les
éboulis au nom d'un autre combat, alors plus silencieux, celui de la liberté et
de la démocratie.
C'est d'abord pour toutes ces raisons
affectives ou idéologiques qu'une grande majorité de la population locale
accueillit initialement avec scepticisme le projet de reconstruction de la
Frauenkirche . L'idée avait été remise au goût du jour dès 1989, juste après la
chute du mur de Berlin. "Je trouvais, moi aussi, qu'il n'était pas inutile
de préserver en l'état ces plaies ouvertes, pour se souvenir de l'épisode très
sombre des bombardements de notre ville", reconnaît le pasteur Fritz dans
une petite salle attenante à sa nouvelle nef. Il fallut toute la force de
conviction des initiateurs de l'"appel de Dresde", lancé le 13
février 1990, pour renverser l'opinion et la gagner à la reconstruction.
Trompettiste classique de renommée
internationale, Ludwig Güttler se retrouva ainsi propulsé à la tête d'un combat
qu'il n'avait pas prévu, la renaissance de la Frauenkirche . Débonnaire, le
grand gaillard moustachu accepta de devenir porte-parole de cette
"initiative citoyenne" . Soliste dans l'orchestre de Dresde, il ne
manqua jamais une occasion – plus de 150 fois, a-t-on calculé ! – de
défendre le projet et de solliciter des donateurs.
Ludwig Güttler et ses amis avaient calculé
que, pour parvenir à leurs fins, la moitié des dépenses, alors évaluées à 250
millions de deutschemarks soit 125 millions d'euros , devraient être
couvertes par des fonds privés. "Personne autour de nous n'y croyait"
, lâche-t-il aujourd'hui, l'œil rieur. Bizarrement, les défenseurs du
patrimoine local ne furent pas les moindres de leurs adversaires. "Ils
avaient peur que la reconstruction de Notre-Dame n'avale tous les fonds
disponibles."
C'était sans compter la sympathie et la
générosité suscitées par l'"appel de Dresde". Une fondation créée à
cet effet commença à recueillir les fonds privés. Elle compta bientôt plus de
400 associations affiliées, dans toute l'Allemagne, mais aussi à Paris, en
Grande-Bretagne, aux Etats-Unis, en Suisse, etc. Bientôt, la Dresdner Bank,
établissement bancaire privé, mettrait sur le marché des Stifterbrief , des
lettres de donateurs donnant symboliquement le droit d'adopter des pierres du
futur édifice. "Les contributions étrangères ont aiguillonné les
Allemands, qui n'ont pas voulu être en reste" , se félicite encore le
musicien.
On peut encore acheter aujourd'hui, dans l'un
des multiples petits kiosques disséminés sur les trottoirs de Dresde, des
billets de loterie pour la Frauenkirche . Nombreux sont les habitants de cette
ville d'un demi-million d'âmes à vous brandir sous le nez le minuscule caillou
noir incrusté dans une montre ou un bijou – un éclat, officiellement, de la
Frauenkirche – qui prouve sa générosité envers l'église. "A l'époque
communiste, se rappelle Peter Kolodzick, chauffeur de taxi, on était invité à
donner pour diverses causes. Avec ce projet, on sait au moins où va notre
argent."
AU total, une centaine de millions d'euros de
dons privés ont été collectés. La municipalité de Dresde, le Land de Saxe et le
gouvernement fédéral allemand ont apporté les 78 millions restants. L'édifice a
pu être rebâti pierre par pierre, en s'inspirant le plus fidèlement possible de
l'original et des techniques de construction de l'époque. Notre-Dame doit son
nom à une ancienne église catholique sur les décombres desquels elle fut élevée
entre 1726 et 1743. Conçue par Georg Bähr, maître charpentier du cru, elle a la
particularité d'être surmontée d'un dôme construit uniquement en pierre.
Depuis 2004, se dresse, à son sommet, une
nouvelle croix qui a fait couler beaucoup d'encre en Allemagne, mais aussi en
Grande-Bretagne. Alan Smith, qui l'a forgée, n'est autre que le fils d'un des
pilotes anglais qui avaient bombardé la ville. Ce n'est pas qu'une anecdote.
"Dresde est la ville la plus identifiée
par les populations aux destructions de la guerre" , note Jürgen Paul, un
historien d'art né à Dresde dix ans avant son bombardement. Nombreux sont ceux
qui voient, dans la croix de la Frauenkirche et les autres contributions
britanniques à sa reconstruction, (1,2 million d'euros au total) le symbole de
la réconciliation entre les deux peuples.
"Le fait d'aider est une façon de
demander pardon", estime le Britannique Alan Keith Russell, président du
Dresden Trust, une fondation parrainée par le duc de Kent pour financer le
projet et favoriser une meilleure compréhension entre les deux pays. Selon lui,
"la destruction de la ville est encore très mal vécue par beaucoup de
citoyens britanniques, qui sont heureux aujourd'hui de pouvoir aider". La
reine d'Angleterre elle-même, issue il est vrai de deux dynasties allemandes,
s'était rendue à Dresde en novembre 2004 pour participer à un concert au profit
de l'église.
Réconciliation il y a. Mais le sujet demeure
extrêmement sensible pour certains Allemands. Selon Jörg Friedrich, les dons
privés ne suffiront pas à effacer le souvenir de ces "crimes de
guerre". Auteur d'un livre controversé parce qu'il présente fort emphatiquement
les souffrances du peuple allemand pendant la guerre (L'Incendie. L'Allemagne
sous les bombes 1940-1945 , Editions de Fallois, 2004), cet ancien trotskiste
critique la manière dont le sanglant épisode dresdois du conflit est présenté
outre-Manche, en particulier dans les manuels d'histoire. On y explique, non
sans raison, que Dresde était une cible hautement stratégique, fief de nazis
convaincus, réservoir d'armes et d'hommes de troupe, noyau ferroviaire, y
compris pour les juifs acheminés vers des camps ouverts dans les pays baltes et
ailleurs.
"Tant que ce pays restera silencieux sur
le pourquoi et le comment des bombardements aériens, ordonnés et préparés dans
le but spécifique de punir les civils et de raser la ville, tant qu'on traitera
des gens comme moi de néonazis soupçonnés de vouloir occulter les crimes
allemands, les dons faits par des Britanniques pour restaurer la Frauenkirche resteront
un geste sans signification", insiste-t-il. Lors de notre rencontre, dans
un salon de thé de Berlin, une octogénaire, ayant saisi des bribes de la
conversation, s'approcha pour lui demander d'écrire un livre sur sa vie sous
les bombardements. "Pour que mes enfants sachent", dit-elle, montrant
du menton deux solides quadragénaires attablés un peu plus loin.
"Ce que les Allemands ont enduré à cette
époque a été quasiment tu pendant toute la durée de la guerre froide, constate
Jörg Friedrich, en allusion à l'omniprésence, dans le débat public, du thème de
la culpabilité à l'égard des crimes nazis. Mais depuis la réunification du
pays, ils se retrouvent face à eux-mêmes et à ce passé. Les récits des
souffrances sont désormais sur les langues, mais ils n'appartiennent pas encore
à l'histoire collective allemande."
Joint dans sa région du West Sussex, Alan
Keith Russell avoue avoir une certaine sympathie pour les thèses de l'historien
allemand. "Les Britanniques doivent encore s'interroger sur cet acte inhumain.
Ils doivent se libérer d'eux-mêmes en cessant de justifier tout ce qui a été
fait pendant la guerre parce qu'il fallait débarrasser l'Europe du nazisme.
Nous avons trahi nos propres principes en bombardant Dresde. Churchill,
d'ailleurs, l'a vite regretté . Mais, ajoute-t-il, en présentant les choses
comme le fait Jörg Friedrich, le danger existe que cela soit mal interprété, ou
exploité, et que l'on relativise les crimes nazis."
Jürgen Gansel fait mine de ne pas comprendre
où est le problème. Dans son bureau de député au parlement du Land de Saxe, ce
jeune cadre du Parti national-démocrate (NPD), formation néonazie ayant obtenu
9,2 % des voix aux régionales de 2004, se réjouit du débat actuel. Lui et ses
comparses ont manifesté, le 13 février dernier, à l'occasion du 60e
anniversaire des bombardements de Dresde, pour dénoncer " l'holocauste par
les bombes". Dimanche, ils étaient présents, en marge de l'inauguration de
la nouvelle Notre-Dame à laquelle ils n'ont pas été conviés , pour
"rappeler l'horreur de l'attaque alliée" . Leur présence a jeté une
ombre sur l'événement.