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Pragelato/San Sicario - Phantastischer Start mit zwei Goldmedaillen für die
deutsche Mannschaft bei den Olympischen Winterspielen in Turin . In der
Nordischen Kombination in Pragelato verteidigte Georg Hettich seine
Spitzenposition nach dem Springen. Mit einem beherzten Antritt am letzten
Anstieg der 15-km-Langlaufstrecke sprengte der Schwarzwälder aus Schonach das
führende Quintett und setzte sich im Schlußspurt schließlich vor dem
Österreicher Felix Gottwald durch. Zuvor behauptete sich im 20-km-Rennen der
Biathleten in San Sicario Michael Greis aus Nesselwang vor dem hohen Favoriten
Ole Einar Björndalen (Norwegen).
„Ich konnte es echt nicht glauben, was da lief. Jetzt mußt du es selbst in
die Hand nehmen, dachte ich mir“, sagte Hettich und staunte: „Olympiasieger,
das gibt’s nur im Fernsehen – und jetzt bin ich selber einer.“ Die Goldmedaille
überreichte ihm in Pragelato der IOC-Vizepräsident Thomas Bach.
Georg Hettich holte den ersten deutschen Kombinierer-Olympiaerfolg seit
Ulrich Wehling, der 1980 in Lake Placid zum dritten Mal in Serie für die DDR
triumphiert hatte.
Während sich Sebastian Haseney mit einer großartigen Laufleistung auf den
sechsten Platz – nach Rang 28 im Skispringen - vorkämpfte und dabei rund
zweieinhalb Minuten aufholte, brach der große Favorit ein. Hannu Manninen
(Finnland), Seriensieger und bereits Gesamtweltcupgewinner dieses Winters,
mußte auf der letzten Runde abreißen lassen und kam nicht einmal in die
Medaillenränge. „Es lief nicht, dann kamen Krämpfe hinzu, es war eine Tortur
auf den letzten Kilometern für mich. Natürlich bin ich enttäuscht, aber solch
einen Tag gibt es eben mal“, sagte er zu Platz neun.
Vor ihm kam auch noch Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt) als Siebter ein. Der zweimalige Weltmeister Ronny Ackermann, der seit Wochen seine Form sucht, belegte Rang 18. WELT.de
Artikel erschienen am Sa, 11. Februar 2006