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Lebendige Demokratie in Kommunen und Regionen/Ländern
Bürgerengagement und Bürgerrechte im eigenen und im Partnerland
Démocratie dans les communes et régions/engagement des citoyens et citoyenneté y compris dans le pays partenaire



Es geht um die Fragen wie sich Bürger am politischen Geschehen ihrer Kommune beteiligen können - auch über die Wahl des Bürgermeisters oder des Kommunalparlaments hinaus und welche Rechte Ausländer in der Kommune haben.
Die Direktwahl des Bürgermeisters ist in vielen, aber nicht allen deutschen Kommunalverfassungen vorgesehen.
Bürger können als sachkundige Bürger in Kommunalausschüssen mitarbeiten, so z.B. dem Jugend oder Sozialausschuss. In vielen Kommunalverfassungen gibt es die Möglichkeit des Bürgerbegehrens (auf Initiative von 10 – 20% der Bürger muss das Kommunalparlament  über ein Thema befinden) und des Bürgerentscheids.
Um speziell auf Interessen der Jugend oder der Ausländer einzugehen haben viele Kommunen ein Jugendparlament oder einen Ausländerbeirat als Beratungsorgane geschaffen (letzteres in vielen Kommunalverfassungen vorgesehen).
Gesetzlich ist die Beteiligung der Bürger bei der Erstellung von Bebauungsplänen vorgesehen, die offengelegt werden müssen mit der Möglichkeit der Anregungen und Widersprüche seitens der Bürger.
Viele Möglichkeiten der informellen Bürgerbeteiligung werden inzwischen praktiziert:
So Runde Tische, Bürgerforen, Zukunftswerkstätten ( Durchspielen von Zukunftsszenarien),
Planungszellen (längerfristige Erarbeitung von Problemlösungen durch nach dem Zufallsprinzip ausgesuchte Bürger, die dafür von ihrer Arbeit freigestellt werden),
Mediation (Aushandeln von widerstreitenden Interessen).
Ein seit mehreren Jahren bestehendes Bundesprogramm des Bundesbauministeriums „Soziale Stadt“ mit dem Ziel Bürgerbeteiligung zur Sanierung und Entwicklung sozialer Brennpunkte in den Großstädten hat zur Einrichtung vieler Stadtteilbüros, Bürgertreffs und Stadtteilbeiräte von engagierten Bürgern geführt.
In neuerer zeit sind viele Kommen dazu übergegangen, die neuen Kommunikationstechnologien zur besseren Information der Bürger, zur Förderung ihrer Beteiligung bei anstehenden Entscheidungen und ihres freiwilligen Engagements für die Gesellschaft durch entsprechende Bürgerportale zu nutzen. (e-democracy).
Ausländer haben inzwischen europaweit das kommunale Wahlrecht,
Die von Chirac und Schröder in der Gemeinsamen Erklärung anlässlich des 40. Jahrestages des Elysée-Vertrages angebotene doppelte Staatsbürgerschaft für im Partnerland lebende Deutsche und Franzosen wird wohl noch einige Hürden vor ihrer Einführung nehmen müssen.
Das Ministerkomitee des Europarates hat eine Empfehlung an die Mitgliedsstaaten zur Bürgerbeteiligung am kommunalen öffentlichen Leben verabschiedet (Empfehlung Nr. R (2001)19 ).
Möglicher Redner von deutscher Seite zu dem Thema: Fr. Prof. Dr. Marga Pröhl, Leiterin der Abteilung „Demokratie und Bürgergesellschaft“ der Bertelsmann-Stiftung
Möglicher Redner aus französischer Sicht: M Yves Sintomer, Centre Marc Bloch

Pour la France les mots clé sont : démocratie local, participations direct des citoyens, referendum local, concertation avec les citoyens, ville numérique, budgets participatifs, conseil communal citoyens, dialogue direct  (chat) avec le maire ou les adjoints par Internet etc.

Wolfgang Linckelmann

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